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I – Gemeinschaftswirtschaft & Jetonsystem

Vertiefender Einblick in gemeinschaftlichen Ausgleich, Zeit als Wert und regionale Zusammenarbeit.

Einordnung & Zielrichtung

Die Projekte in diesem Bereich befassen sich mit der Frage, wie Menschen im vereinsinternen Rahmen Zeit, Fähigkeiten und Unterstützung sichtbar machen und ausgleichen können – ohne Gewinnerzielung, ohne Marktmechanismen und ohne gewerbliche Tätigkeit.


Alle Ansätze sind als kleine, regionale Ergänzungen gedacht. Sie ersetzen weder bestehende wirtschaftliche Strukturen noch treten sie mit regionalen Betrieben oder Dienstleistern in Konkurrenz.


Das EhrenZeit Institut stellt hierfür einen Orientierungsrahmen zur Verfügung.
Die Umsetzung erfolgt freiwillig, eigenverantwortlich und im jeweiligen regionalen Kontext.

Grundidee: Beitrag sichtbar machen

Im Mittelpunkt steht die Anerkennung von Zeit und persönlichem Einsatz als gemeinsamer Wert innerhalb einer Gemeinschaft.


Das sogenannte Jetonsystem dient dabei ausschließlich der Orientierung und Transparenz über eingebrachte Beiträge – nicht der Bewertung, nicht der Bereicherung und nicht der Abrechnung.

Es handelt sich um ein vereinsinternes Ausgleichsinstrument, ohne Geldfunktion.

I1 – Orientierungssystem „WiT“

Dieses Projekt bietet einen einfachen Rahmen, um Beiträge innerhalb einer Gemeinschaft sichtbar zu machen.

 

Kernpunkte:

  • verständliche Grundregeln

  • einfache Jetonübersichten und Karten

  • nachvollziehbare Dokumentation im Minimalprinzip

  • Einführungskreise zur gemeinsamen Klärung

  • Startunterlagen für neue Teilnehmende

  • Vertrauen und Wertschätzung spielerisch erlernen - mit dem WiT-Strategiespiel

Das System stärkt Vertrauen und Übersicht – keine Kontrolle.

I2 – Gegenseitige Hilfe & Austausch

Hier geht es um nachbarschaftliche Unterstützung im Alltag.

Beispiele:

  • Hilfe im Haushalt oder Garten

  • kleinere Reparaturen

  • Weitergabe von Wissen und Erfahrung

  • Begleitung im Alltag

Die Tätigkeiten erfolgen unentgeltlich und im Rahmen freiwilliger Vereinshilfe für Vereinsmitglieder.

Gemeinschaft entsteht dort, wo Menschen Verantwortung teilen – nicht dort, wo Leistungen verrechnet werden.

I3 – Austausch & Lagerung von Lebensmitteln

Dieser Projektteil verbindet Menschen, die regional erzeugte Lebensmittel teilen, tauschen oder gemeinsam organisieren möchten.

Beispiele:

  • Weitergabe von Ernteüberschüssen

  • gemeinschaftliche Verarbeitungstage

  • Saatgut- und Jungpflanzentausch

  • gemeinsame Vorratshaltung für den Eigenbedarf

Der Verein ist kein Produzent und betreibt keinen Handel.
Regionale Produzenten werden sichtbar gemacht, bleiben jedoch eigenständige Anbieter.

I4 – Gemeinsames Tun & Lernen in Projekte

Für besondere Vorhaben können Menschen ihre Fähigkeiten bündeln und weiter geben.

Beispiele:

  • gemeinschaftliche Renovierungsaktionen

  • Unterstützung bei landwirtschaftlichen Arbeiten

  • Organisation von Veranstaltungen

  • Pflege gemeinschaftlicher Infrastruktur

  • Unterstützung bei Kontakten mit Behörden und Institutionen

Der Schwerpunkt liegt auf der Weitergabe von Fähigkeiten und Wissen, nicht auf Wertschöpfung.

I5 – Gemeinsame Beschaffung & Organisation

Dieser Projektteil unterstützt Menschen dabei, ihren Alltag einfacher zu organisieren.

Beispiele:

  • Einkaufsgemeinschaften für den Eigenbedarf

  • Sammelbestellungen bei regionalen Anbietern

  • gemeinsame Transportlösungen und  Verteilung der Waren

  • Abstimmung von Bedarf und Verfügbarkeit

Der Verein tritt nicht als Verkäufer oder Anbieter auf.

I6 – Herstellung & Weitergabe im Vereinsrahmen

In kleinem Rahmen können Produkte für den vereinsinternen Bedarf entstehen.

Beispiele:

  • gemeinsames Brotbacken

  • Verarbeitung von Kräutern oder Naturmaterialien als Wissensensweitergabe

  • Weitergabe von in Kursen und Seminaren selbst hergestellten Dingen innerhalb der Gemeinschaft

Alle Aktivitäten erfolgen vorrangig zur Wissensvermittlung ohne Gewinnabsicht und nicht marktorientiert.

I7 – Verständnis für gemeinschaftliches Wirtschaften

Begleitend werden Grundlagen vermittelt, um Zusammenhänge besser zu verstehen.

Themen:

  • Kreisläufe und Ressourcen

  • Fairness im Alltag

  • wirtschaftliche Grundbegriffe im kleinen Rahmen

  • Erfahrungen früherer Generationen

Ziel ist Verständnis und Wertschätzung, nicht Ausbildung oder Beratung.

I8 – Gemeinsamer Ort als langfristige Perspektive

Als langfristige Möglichkeit kann ein gemeinsamer Ort entstehen, an dem:

  • Austausch stattfindet

  • Materialien gelagert werden

  • gemeinsames Lernen und Austauschen von Erfahrung möglich ist

  • Projekte koordiniert werden

Diese Perspektive ist optional und keine Voraussetzung für die Umsetzung einzelner Projekte.

Hinweis

Die dargestellten Projekte sind keine wirtschaftlichen Modelle, sondern gemeinschaftliche Orientierungs- und Unterstützungsansätze.


Einzelne Teilprojekte können unabhängig voneinander umgesetzt oder erprobt werden.

Vertiefende Projektunterlagen und erste Ausarbeitungen stehen Vereinsmitgliedern im Mitgliederbereich zur Verfügung.

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